PSICC

Direkter Kontakt

0171-4161775

0172-8020080

0175- 4609960

0151-67303437





Aktuelles

Personal-System-Interaction

Die von Julius Kuhl entwickelte komplexe PSI Theorie fasst zentrale Annahmen verschiedener Persönlichkeitstheorien zusammen, bezieht Forschungsergebnisse aus praktischen Studien ein und integriert Erkenntnisse aus der Hirnforschung. Sie erklärt das Verhalten von Menschen anders, als es in bisherigen Erklärungsmodellen aus Psychologie, Sozialpsychologie und Organisationstheorien üblich war. Kuhl geht von vier interagierenden Teilsystemen aus, die eine Persönlichkeit strukturieren: dem Intentionsgedächtnis (Verstand), dem Extensionsgedächtnis (Selbst), der
intuitiven Verhaltenssteuerung und dem Objekterkennungssystems (Fehler-Zoom).


Die Interaktionen zwischen diesen Systemen sind entscheidend für die Verhaltensweisen einer Person und werden mit Hilfe von emotionalen Impulsen
reguliert. Es geht dabei sowohl um das Innere des Menschen (Personal) als auch
um die Interaktionen mit der Umwelt (System) sowie dem Zusammenspiel der beiden Ebenen (Interaktion). Im Fokus stehen der persönliche Umgang mit Gefühlen und die Steuerung des eigenen Handelns, kurz: die Selbststeuerung in sozialen
Kontexten.

 

Die PSI Theorie wird in ihrer praktischen Anwendung in der Organisations- und Personalentwicklung erfolgreich genutzt: mit Hilfe der diagnostischen PSI-Instrumente (Set von Persönlichkeitstests) und den
resultierenden Handlungsempfehlungen wird eine Ausgangsanalyse mit
maßgeschneiderten Empfehlungen verbunden. Vorteile des PSI sind zum einen ein
erheblich reduziertes Zeitvolumen zur Erfassung der persönlichen
„Ungleichgewichte“. Die Ergebnisse bieten eine Funktionsanalyse der vier
Teilsysteme des jeweiligen Persönlichkeitsprofils und zeigen
Entwicklungspotentiale auf. Im Anschluss werden mit entsprechenden Methoden
Entwicklungen aktiviert. Das funktionsanalytische Vorgehen bedeutet, dass
individuelle Themen und Fragestellungen lediglich im Hinblick auf das
„gemeinsame Funktionieren“ betrachtet werden. Niemandem wird eine
allgemeingültige Deutung präsentiert oder ein allgemeines Lösungskonzept empfohlen, sondern es wird eine Balance mit Hilfe der eigenen Ressourcen angestrebt.


Daraus ergibt sich zum anderen der zweite Vorteil: die Nachhaltigkeit. In
diversen Evaluationsstudien wurde nachgewiesen, dass diese Vorgehensweise
signifikant nachhaltigere Lösungen bewirkt als herkömmliche Verfahren. Wird PSI
auf Organisationsebene angewandt, wird die persönliche Diagnose um die
Dimension des Teams erweitert: in einem matching Prozess werden über die
individuellen Persönlichkeitsprofile und Entwicklungspotentiale hinaus die
Profile des „Teamsystems“ betrachtet und deren Entwicklungspotentiale
identifiziert. Vorteile der Effizienz und Nachhaltigkeit gelten für diese
Teamebene ebenso wie für den individuellen Zugang zur
Personal-System-Interaktion.